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Aus Freifunk Halle
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Freifunk hat keine Mitgliedschaft im herkömmlichen Sinne. Die Teilnahme kann spontan beginnen und genau so schnell jeder Zeit wieder enden, ohne das viele Leute davon etwas mitbekommen muss. Es ist so einfach mitzumachen, dass manche Leute aus Versehen teilnehmen, weil deren Laptops z.B. automatisch nach verfügbaren Netzen Ausschau halten. Solche Nutzer sind mobile Nutzer, d.h. Nutzer die nicht gezielt und dauerhaft an dem Netz teilnehmen, sondern dieses einfach bei Bedarf nutzen. Dem Gegenüber stehen die stationären Nutzer.

Stationäre Nutzer

Stationäre Nutzer nehmen gezielt an Freifunk teil und wollen das Netz ausbauen. Hierzu richten sie einen stationären Knotenpunkt bei sich ein. Diese Knotenpunkte haben - verglichen mit den mobilen Nutzern - eine enorme Reichweite manchmal von mehreren Kilometern, wovon der maximal mögliche Abstand zum nächsten Knotenpunkt abhängt. Davon profitieren alle: Das Netz gewinnt an Größe und Stabilität und den Nutzer hat einen dauerhaften, schnellen Zugang zum Freifunk-Netz. Viele Nutzer entscheiden sich für den Aufbau eines Knotenpunktes um darüber schnellen Zugang zum Internet zu bekommen. Das Interesse ist besonders in den Gebieten groß, in denen kein DSL verfügbar ist. Dies ist leider in vielen Gebieten in Deutschland der Fall, sodass man auch auf Bundesebene von einer digitalen Kluft spricht. Diese Kluft zu verringern ist eines der Ziele von Freifunk

Mobile Nutzer

Es ist schwer genaue Aussagen über die Zahl der mobilen Nutzer zu treffen. Besonders häufig sind wohl Laptop-Nutzer: Es ist ein weit verbreitetes Verhalten nach offenen WLAN-Netzen - Hot Spots oder ungesicherte Netzzugänge - zu suchen, wodurch man surfen kann. Bei Freifunk werden diese Nutzer fündig. Viele sind sich nicht einmal bewusst, welche Dimension und Funktionsweise das Freifunk-Netz hat, sie bekommen nur mir, dass man darüber surfen kann. Allerdings müssen sie bestimmten Zugangsbedingungen auf einer internen Website zustimmen, danach sind sie freigeschaltet - sowohl für das interne Netz, als auch für das Internet. Auf eben dieser Seite finden sich weitere lokale Unterseiten, die von dem stationären Knotenpunkt, mit dem man verbunden ist, bereitgestellt werden. Diese kann man mit beliebigen Informationen speisen. Den mobilen Nutzern ist es nun, genau wie den stationären Nutzern, möglich beliebige digitale Informationen von einem beliebigen Punkt im Netz zu einem anderen zu bringen - ob diese nun für Mensch oder Maschine bestimmt sind.

Neben den Laptop-Nutzern gibt es noch zwei größere mobile Gruppen: Zum einen die PDAs oder Pocket PCs, zum anderen die Handynutzer. PDAs (Personal Digital Assistant) sind kleinere Computer, meist von der Größe von Handys. Sie sind billiger als Laptops und leichter zu transportieren. Häufig dienen sie als Navigationsgerät für das Auto oder als Terminplaner. Diese sind auch WLAN-fähig und können somit genau so unproblematisch an Freifunk teilnehmen können. Hinzu kommen WLAN-fähige Handys, von denen es zwei Kategorien gibt: Normale Handys die zusätzlich über WLAN verfügen und Smartphones. Bei den normalen Handys ist das Problem, dass diese, verglichen mit einem Computer, recht eingeschränkt sind und Freifunk nur bedingt nutzen können - abhängig von den Möglichkeiten des Handys, die vom Modell abhängen. Häufig können diese Handys über Freifunk Webseiten betrachten und E-Mails verschicken. Die Smartphones hingegen - die laut Wikipedia etwa 10% des Marktes ausmachen, sind eine Kombination aus PDA und Handy und können Freifunk deshalb uneingeschränkt für beliebige Zwecke nutzen.